LIQUID-XTC
Zusammensetzung
Gammahydroxybutyratsäure GHB
GHB wurde vor ca 30 Jahren entwickelt. Anwendung fand es in der Medizin als Narkosemittel und als Hilfsmedikament beim Alkoholentzugsdelirium. Aufgrund von unerwünschten Nebenwirkungen verlor es an Bedeutung.
Von Bodybildern und Leistungssportlern wurde es wegen seiner leistungsfördernden Wirkung als Wachstumshormon genutzt.
GHB wird vereinzelt in der Techno/Trance /House/Gabba Szene angeboten.
Konsumiert wird es vermutlich, da es die Eigenschaft besitzen soll, die Wirkung anderer Drogen zu intensivieren.
Die Wirkung beginnt nach 10-15 Minuten bei oraler Einnahme und hält je nach Dosis ca 3 Stunden an.
Zumeist wird GHB als Flüssigkeit in kleineren Flaschen (etwa 10 ml) verkauft.
Der Reinheitsgrad ist im "Straßenverkauf" kaum überprüfbar.
Die Flüssigkeit ist farblos, geruchlos und schmeckt salzig.
GHB in Pulverform wird auch als Tablette genommen werden, die wirksame Dosis liegt bei 1-2 g. Pillen enthalten unbekannte Wirkstoffkonzentrationen. Bei dieser Menge fühlt sich der / die KonsumentIn ausgeglichen, fröhlich und etwas berauscht, die Sinneseindrücke werden verstärkt, ein erhöhtes Kontaktbedürfnis setzt ein, manche KosumentInnen berichten in dem Zusammenhang auch von gesteigerten sexuellen Erlebnissen.
Liquid XTC scheint zwar euphorisierend zu wirken, empathische und harmonisierende Wirkungsweisen, wie sie von MDMA bekannt sind, bleiben jedoch aus.
Als Anästhetikum wurde erwachsenen Personen 4 - 5 g in Tablettenform gegeben, wobei die Menge, die zur Bewusstlosigkeit führt, individuell stark schwankt. Bereits bei leichten Überdosierungen tritt eine schlagartige Sedierung ein, die zu Bewußtlosigkeit führen kann.
Vereinzelt wurde über Todesfälle im Zusammenhang mit Liquid XTC berichtet.
Achtung! Als Anästhetikum wurde GHB nie ohne ein antiepileptisches Mittel gegeben.
Nach 5-20 Minuten wird die motorische Koordination u.U. erschwert. Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen können eintreten.
Bei einigen KonsumentInnen vermindert sich die Herzrate und der Blutdruck senkt sich.
Zusammen mit anderen Drogen (z.B. Alkohol) werden die unangenehmen und teilweise lebensgefährlichen Nebenwirkungen verstärkt.
Der Konsum von GBH im Zusammenhang mit Alkohol kann stark übelkeitserregend wirken. Gleichzeitig kann diese Kombination sehr schnell einen Tiefschlaf hervorrufen, so dass die Gefahr besteht, dass Konsumenten im Schlaf erbrechen und an ihrem Erbrochenen ersticken.
Bei hohen Dosen wirkt GHB hemmend auf die Herzaktivität und das Atemzentrum.
Bewusstlosigkeit, Gedächtnisstörungen und epileptische Anfälle kommen vor.
Bei hohen Überdosierungen bedarf der/die Betroffene einer notärztlichen Versorgung, um ein Herz-Kreislaufversagen mit tödlichem Ausgang zu vermeiden (bei Ohnmacht bedarf es in jeden Falle einer/eines Ärztin/Arzt).
GHB wird im Körper vollständig in Kohlendioxid und Wasser metabolisiert.
Nach 4-5 Stunden ist ein Nachweis im Urin nicht mehr möglich.
GHB ist in Deutschland dem BtMG unterstellt. Jeglicher Umgang mit der Substanz (mit Ausnahme des Konsums) ist verboten.